Der Titel dieses Blogposts wird schon allein dadurch untermauert, dass ich diese Seite heute morgen gegen 9:45 Uhr geöffnet habe, es nun 17:20 Uhr ist und ich soeben diesen Satz geschrieben habe.
Ich stelle bei mir nun zum wiederholten Male fest, dass ich aus Bequemlichkeit (Hi Überschrift!) in den letzten Tagen bzw. Wochen immer dann, wenn ich mir denke "Hey, du hast einen so großen Stapel an Spielen hier rumliegen. Schnapp dir was und hol die Sachen endlich mal nach!" lediglich zu meinem New 3DS greife oder ab und an mal zum Laptop.
Aber woran liegt das? Na klar, gerade auf dem 3DS habe ich noch immer genügend Spiele auf Lager, die mir Spaß machen. Allgemein bin ich nach wie vor begeistert von dieser hohen Qualitätsdichte, aber das soll hier nicht das Thema sein.
Es ist einfach so unglaublich gemütlich sich einfach auf sein Bett legen zu können und ein wenig zu daddeln ohne dafür extra den Fernseher anzumachen, eventuell die Konsole anzuschließen, den Akku der Controller zu prüfen, etc.
Aber andererseits weiß ich ja ganz genau, dass ich ein halbes Vermögen an Titeln für Wii, PS3 und WiiU in meinen Regalen stehen habe. Und diese Spiele würden mir sicher ebenfalls verdammt viel Spaß machen.
Vielleicht ist meine Faulheit auch mit meiner neuen Wohnung zu begründen. Ist leider nicht mehr so geräumig wie mein gutes altes Zimmer daheim, mit dem tollen dreischichtigen Glastisch, auf dem TV und Konsolen genügend Platz hatten. Inzwischen stehen die meisten meiner Konsolen im Schrank. Und dieser Schrank ist auch meistens zu und bringt dementsprechend noch mehr Aufwand mit sich mit.
Oder es hat doch alles nichts damit zu tun und mir fehlt einfach DAS Spiel um mich selbst wieder vor die Konsole zu "zwingen".
Oder bin ich gar lediglich ein aktuell viel zu fauler Sack, der seinen inneren Schweinehund überwinden muss?
Auf jeden Fall klingt dieses Problem einfach dämlich und trotzdem werde ich es einfach nicht los. Seltsam.
Kennt jemand dieses Problem? Wenn ja, dann kann derjenige gerne seinen Senf dazu in den Kommentaren abgeben.
Das entsteht, wenn jemand viel zu selten zockt, aber trotzdem was schreiben will.
Dienstag, 25. August 2015
Donnerstag, 13. August 2015
Life is Strange – Episode 3: Chaos Theory
Heyho, werte Leser!
Vor gut einer Woche erschien die vierte Episode zu Life is Strange und selbstverständlich habe ich es nicht rechtzeitig geschafft das vorherige Kapitel schriftlich auseinander zu nehmen und hier zu posten.
Eine Chance bleibt mir noch und ich bin durchaus zuversichtlich, dass ich die neue Episode vor dem Erscheinen des Finales auf diese Seite hier verfrachten werde!
Aber um das auch machen zu können, muss natürlich zunächst dieser Post hier geschrieben werden. Also legen wir los!
_
Wie zu Beginn von Episode 2 beginnen wir auch diesmal in unserem Zimmer. Allerdings befindet sich Max in dieser Nacht nicht in ihrem Bett, sondern schlafend halb auf ihrem Schreibtisch.
Außerdem hat sie einen neuen Mitbewohner: Den Hasen der verstorbenen Kate.
Ich frage mich an dieser Stelle noch immer, ob ich wirklich gegen Ende der letzten Episode zu blöd war oder ob die meisten Leute die Szene so lange gespielt haben, bis Kate doch noch gerettet werden konnte.
Die kurz düstere und bedrückende Atmosphäre wird leider schnell von einem Handyton durchbrochen, der eine neue Nachricht von Chloe - bekanntermaßen meine Lieblingsfigur - signalisiert. Sie möchte unbedingt, dass wir raus auf den Campus kommen.
Bevor Madame Blauhaar ihren Willen umgesetzt bekommt, durchsuchen wir aber mal wieder Max' Zimmer und stellen fest, dass die meisten Menschen in diesem Spiel noch immer mies sind.
Hassnachrichten auf einem Facebookklon für Max, die Kate nicht retten konnte und "Ich fand dich immer toll und hab dich nie gemobbt"-Posts auf der Seite der Verstorbenen.
Hachja, die "sozialen" Medien.
Als wäre das nicht alles schon schlimm genug ist auch noch meine Zimmerpflanze ertrunken. Sie zweimal zu wässern war scheinbar viel zu viel. Mein Kaktus hat sich nie beschwert. Pöh.
Wir verlassen also das Gebäude und treffen unterwegs noch alle möglichen Leute, die nie nett zu Kate waren und nun feststellen, dass sie alle durchaus einen kleinen Teil zu ihrem Suizid beigetragen haben.
Ihr seht richtig. Sie will in die Schwimmhalle der Schule einbrechen.
Na, das wird doch sicher ohne Zwischenfälle ablaufen!
Man betritt also das Gebäude, darf sich aussuchen durch welche Umkleide man geht und schaltet die Poolbeleuchtung an.
Während man durch das dunkle Gebäude streift sieht man überall hämisch Sätze, die an Wände und Türen geschrieben wurden - alle von Maxines Klassenkameraden.
Hat diese Schule überhaupt mehr Klassen? Scheinbar nicht.
Und auch hier frage ich mich ernsthaft, ob das Alter der Charaktere von ca. 18 wirklich passend gewählt wurde. Mit 18 sollte man mMn etwas weitsichtiger sein und nicht immer solche Risiken eingehen - gerade wenn so viel auf dem Spiel steht. Ich wäre wohl nicht ganz so kritisch eingestellt, wenn man die Leute als 14-Jährige betitelt hätte, aber so hätte man sich wiederum andere Dinge verbaut. Nun denn.
Max und Chloe gehen schwimmen...bzw. die Figuren stehen im Wasser und bewegen die Arme. Ich hab selten eine schlechtere Schwimm"animation" gesehen. Wer genau hat das verbrochen? Und dann bespritzten sie sich auch noch mit Wasser wobei Max währenddessen in aller Ruhe weiterredet. Wtf?
Die beiden unterhalten sich noch ein wenig und ziehen ihre Klamotten wieder an. Dass man in dieser Welt scheinbar innerhalb von nur wenigen Sekunden trocknen kann, haben wir ja schon in der vorherigen Episode festgestellt. Wer braucht schon Handtücher?
Kaum sind unsere beiden großen Heldinnen angezogen betreten auch schon die Wachmänner das Gebäude. Sagt bloß man kann einen fucking erleuchteten Pool tatsächlich von draußen durch die riesigen Glasfenster erkennen?
In einer relativ simplen Stealtheinlage weichen wir nun den Blicken von David (hat der arme Mann irgendwann auch mal Feierabend?) und seinem Kollegen aus und fliehen schließlich laut hupend per Auto. Vor dem Stiefvater, der das Auto kennt. Und dann übernachten wir auch noch bei Chloe. Öhm... tiiief durchatmen.
Die beiden wachen auf und reden ein wenig über ihre Vergangenheit. Schließlich steht Max auf und soll sich aus Chloes Kleiderschrank ein paar alte Klamotten von Rachel überziehen, da ihre noch dezent nach Chlor riechen. Doch zuvor will Chloe, dass Max sie küsst. Öhm. Okay. Nö.
Ich hoffe hoffe hoffe wirklich, dass das nur ein kleiner Spaß war. Schon im Pool gab es so gaaaanz dezente Andeutungen, dass Chloe Max seeehr mag, aber bitte liebe Entwickler, lasst hier keine Teenieromanze aufkommen. Nicht mit einer mMn absolut unsympathischen Person, die unsere Protagonistin bisher nonstop ausgenutzt und mies misshandelt hat. Außerdem hängen sie erst wieder zwei Tage zusammen ab. Und der arme Warren wird scheinbar ignoriert. Ich bin echt gespannt, wie es in dieser Hinsicht weitergeht.
Wir allerdings machen jetzt mit der Story weiter. Ich will schließlich endlich die neue Episode starten.
Frisch eingekleidet schlendert Max die Treppe runter und darf sich direkt mal von Chloes Mutter ein Frühstück wünschen. Die Zutaten muss sie allerdings selbst zusammensammeln. Das aber nicht weiter kompliziert und so kommen wir schon bald in den Genuss eines herzhaften Mahls.
Auch mit Joyce redet Max über die Vergangenheit und schließlich kommt deren Tochter dazu und macht das, was sie am besten kann: Drama!
Diesmal allerdings begründet, denn sie verschafft Max auf diese Weise eine Gelegenheit dazu kurz zu verschwinden um Davids Geheimnisse aufzudecken.
Unser Ziel ist das Passwort für seinen Laptop und dazu erkunden wir sowohl Davids Arbeitsraum, als auch die Garage. Das dauert und ich hoffte an dieser Stelle, das Joyce nicht denkt, Max würde ihr Frühstück wieder entsorgen gehen.
Nachdem man also Massen an möglichen Passwörtern (Spitznamen, Führerscheinnummer, Daten) gesammelt hat, darf man diese ausprobieren, bis endlich Zugang zu Davids Laptop besteht. Das Passwort hat übrigens familiäre Hintergründe. Wieder mal ein Zeichen dafür, dass David seine neue Familie deutlich wichtiger zu sein scheint, als Chloe denkt.
Man findet die Aufzeichnungen Davids über Kate, Rachel und auch Max.
Kaum zurück am Frühstückstisch kommt David aus seiner Nachtschicht (?) zurück und beschwert sich lauthals über irgendwelche blöden Kids, die in der Nacht ins Schwimmbad eingebrochen sind.
Wer kann das nur gewesen sein?
Es kommt zum Streit zwischen Mr. Big Brother und Capt. Blauhaar und wir dürfen uns entscheiden, auf wessen Seite wir uns schlagen wollen.
Für euch sicher völlig überraschend habe ich mich für David entschieden, zumal dieser andernfalls von Joyce rausgeworfen wird.
Mit einer sichtlich genervten Chloe verlassen wir daraufhin das Schlachtfeld und suchen nun Frank auf, da dieser sicher auch Hinweise zu Rachel in seinem Wohnwagen hat.
Und Chloe hat direkt die perfekte Idee, wie wir uns dort Zutritt verschaffen können:
Max geht in das Diner, in dem Frank gerade isst, während Chloe...wartet! Bzw. sucht ein Stöckchen sucht um Franks Hund loszuwerden. Faire Aufgabenteilung.
Im Diner selbst kann man neben Frank auch mit Nathan und einem Polizisten reden und dabei ein paar interessante Dinge erfahren und auch bei Frank hat man einige unterhaltsame Auswahlmöglichkeiten. Man kann ihm nämlich sein Getränk überschütten oder sein Essen auf den Boden werfen, sich darüber amüsieren und dann wieder die Zeit zurückspulen. Schon lustig, damit rumzuspielen. Ist wie damals, als man das auch zu oft gemacht hat und dann Kate nicht rett...oh.
Ja, die Charaktere in dieser Welt sind alle sehr reif. Und wir bekommen den Schlüssel, yay!
Man schließt also den Wohnwagen auf und lenkt den Hund ab, indem man das Stöckchen entweder quer über den Parkplatz oder auf die Straße wirft.
Ich hab mich für Möglichkeit 1 entschieden, da der Hund sonst überfahren wird. Chloe ist das übrigens völlig egal. Ein wahrlich wundervoller Mensch. Max, küss sie doch nochmal!
Im sehr dreckigen Wohnwagen finden wir unter anderem die gestohlene Pistole wieder, die wir entweder dort liegenlassen oder Chloe in die Hand drücken können. Sie selbst mitzunehmen steht nicht zur Auswahl - leider. Also bleibt sie lieber da, wo sie ist.
Außerdem erfahren wir, dass Rachel wohl mit Frank zusammen war, woraufhin Chloe wiedermal ausrastet. Denn es sind alle scheiße zu ihr. Ihre beste Freundin, ihre neue beste Freundin, ihre Mutter, ihr Stiefvater, ihr toter Vater, das Eichhörnchen auf dem Baum, die Bibel, das Internet, der Sauerstoff. Schämt euch!
Übrigens findet Chloe es sogar wichtiger, dass Rachel was mit Frank hatte als Kates Suizid. Holy moly, diese Figur wird mir immer unsympathischer. Wusste gar nicht, dass das noch geht. Aber hey, Selbstmitleid und Menschen runtermachen, die einem schon mehrmals das Leben gerettet haben ist doch voll ok, oder?
Chloe fährt uns zurück in unser Internat und düst wieder davon.
Max - natürlich niedergeschlagen - setzt sich auf ihr Bett und betrachtet ein altes Bild von Chloe und sich.
Oh Mädels, die Pubertät ist schon 'ne feine Sache, hm?
Plötzlich taucht Max in dieses Bild ein und befindet sich in ihrem kindlichen Körper zu jener Zeit, in der das Bild aufgenommen wurde.
Gut, dass sie diese Fähigkeit erst jetzt bekommen hat und nicht, als sie mal ein Babyfoto von sich angesehen hat.
Es ist der Tag des Todes von Chloes Vater William und wir dürfen den tödlichen Autounfall verhindern. Ich hatte ab da ein seeehr schlechtes Gefühl, denn solche gravierenden Änderungen gehen nie gut aus.
Aber ok, das Spiel lässt einem hier leider keine Wahl und wir wenden Williams tragisches Schicksal ab.
Natürlich ändert sich dadurch die Gegenwart, was uns durch diverse Fotos gezeigt wird. David kommt nicht mit Joyce zusammen, da William ja noch lebt. Chloe behält ihren Vater und färbt sich die Haare nicht blau. Chloe bekommt zum Geburtstag ein Auto. Hmm....was könnte das nur bedeuten?
Und Max? Max ist plötzlich cool und mit dem Vortex Club inklusive Victoria befreundet. Weil....keine Ahnung, scheinbar wurde sie ein völlig anderer Mensch, ist aber immer noch sie selbst.
David wird Busfahrer, weil...also...öhm...weil Joyce ihm damals verboten hat Busfahrer zu werden!
Und Chloe ist scheinbar nicht in Blackwell eingeschrieben, obwohl sie doch jetzt eigentlich keinen Grund mehr hat gegen alles zu sein und durchaus gute Noten schreiben dürfte.
Max entschließt sich also dazu das Haus der Familie Price aufzusuchen, bemerkt auf der Busfahrt Wale(!), die am Strand liegen, bekommt zu ihrer grenzenlosen Freude von William die Tür geöffnet und sieht Chloe. Mit blonden Haaren. In einem Rollstuhl.
Max hätte wohl nicht einfach so Gott spielen sollen.
_______________________
Woohoo! Fehlt also nur noch mein Fazit und ich kann endlich loslegen.
Viel hat sich für mich nicht geändert. Das Spiel ist vom Ablauf her absolut gleich geblieben, die Charaktere sind immer noch größtenteils recht schwach geschrieben, aber zumindest Max lässt sich in dieser Episode nicht mehr alles von Chloe gefallen.
Das langsame Erzähltempo der Hauptstory, das ich schon in den vergangenen beiden Posts angesprochen habe verschlimmert sich in Episode 3 nochmal und wir erfahren fast nicht Neues über Max' Kräfte, Rachels Verschwinden und die seltsamen Naturphänomene, die sich in Arcadia Bay zutragen.
Warren wird weiterhin stumpf ausgenutzt, Chloe verhält sich wie Chloe und auf Kates Tod wird leider auch nicht groß eingegangen, außer zu Beginn der Episode. Es wirkt fast so, als wäre es egal gewesen, ob man sie nun rettet oder nicht.
Apropos egal: Dank der neuen Fähigkeit unserer Protagonistin drängt sich der Verdacht auf, dass allgemein alle bisherigen Entscheidungen ziemlich egal gewesen sein müssen, da wir nun quasi in einer anderen Welt leben.
Ich bin sehr gespannt, wie die Entwickler dieses Problem handhaben werden und befürchte, dass Max möglichst schnell versuchen wird ihren "Fehler" wieder auszugleichen. Andernfalls hätte man seine Zeit mit den ersten drei Episoden und den dort getroffenen Entscheidungen vollends verschwendet, da sich das alles nicht mehr so zugetragen haben kann.
Die Macher des Spiels bewegen sich durch das Ende der Episode nun auf sehr dünnem Eis, denn Zeitreisen, das Ändern der Vergangenheit....das kann sehr viele Widersprüche auf den Plan rufen und ich habe aktuell so meine Zweifel, ob nicht alles zu chaotisch wird.
Zumal wir nun 60% des Spiels hinter uns haben und noch nicht allzu viel passiert ist. Die Zeit drängt und ich schaue mir jetzt an, was Episode 4 zu bieten hat.
Danke fürs Lesen!
- Try
Vor gut einer Woche erschien die vierte Episode zu Life is Strange und selbstverständlich habe ich es nicht rechtzeitig geschafft das vorherige Kapitel schriftlich auseinander zu nehmen und hier zu posten.
Eine Chance bleibt mir noch und ich bin durchaus zuversichtlich, dass ich die neue Episode vor dem Erscheinen des Finales auf diese Seite hier verfrachten werde!
Aber um das auch machen zu können, muss natürlich zunächst dieser Post hier geschrieben werden. Also legen wir los!
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Wie zu Beginn von Episode 2 beginnen wir auch diesmal in unserem Zimmer. Allerdings befindet sich Max in dieser Nacht nicht in ihrem Bett, sondern schlafend halb auf ihrem Schreibtisch.
Außerdem hat sie einen neuen Mitbewohner: Den Hasen der verstorbenen Kate.
Ich frage mich an dieser Stelle noch immer, ob ich wirklich gegen Ende der letzten Episode zu blöd war oder ob die meisten Leute die Szene so lange gespielt haben, bis Kate doch noch gerettet werden konnte.
Die kurz düstere und bedrückende Atmosphäre wird leider schnell von einem Handyton durchbrochen, der eine neue Nachricht von Chloe - bekanntermaßen meine Lieblingsfigur - signalisiert. Sie möchte unbedingt, dass wir raus auf den Campus kommen.
Bevor Madame Blauhaar ihren Willen umgesetzt bekommt, durchsuchen wir aber mal wieder Max' Zimmer und stellen fest, dass die meisten Menschen in diesem Spiel noch immer mies sind.
Hassnachrichten auf einem Facebookklon für Max, die Kate nicht retten konnte und "Ich fand dich immer toll und hab dich nie gemobbt"-Posts auf der Seite der Verstorbenen.
Hachja, die "sozialen" Medien.
Als wäre das nicht alles schon schlimm genug ist auch noch meine Zimmerpflanze ertrunken. Sie zweimal zu wässern war scheinbar viel zu viel. Mein Kaktus hat sich nie beschwert. Pöh.
Wir verlassen also das Gebäude und treffen unterwegs noch alle möglichen Leute, die nie nett zu Kate waren und nun feststellen, dass sie alle durchaus einen kleinen Teil zu ihrem Suizid beigetragen haben.

Vor unserem "Mädchenhaus" schleichen wir durch die Nacht und werden
sogleich von einer hyperaktiven Chloe angesprungen, die Max erschrecken
will und das auch scheinbar schafft. Doch - O! M! G! - unsere
introvertierte Protagonistin kritisiert ihre blauhaarige Göttin doch
tatsächlich mal für diesen unsensiblen Akt. Sagt bloß es gibt eine
Charakterentwicklung bei Max. Die Hoffnung lebt!
Chloe hat übrigens die Schlüssel für Blackwell von ihrem Stiefvater gestohlen, sodass wir uns nun im Schulgebäude umgucken können um weitere Hinweise zu sammeln.
Und wo macht man das wohl wenn nicht im Büro des Direktors?
Im Vorraum aka Sekretariat finden unsere sehr erwachsenen Heldinnen leider nichts und somit müssen sie die Tür zum Thronsaal der Schule irgendwie öffnen, da diese verschlossen ist.
Chloe schafft es nicht das Schloss zu knacken und so muss Max ihr Privateigentum namens Warren fragen, wie man am besten eine Tür aufsprengt.
Ja, ihr lest richtig. Sie wollen die Tür aufsprengen, da das Auftreten zu viel Lärm machen würde...
Wieso versuche ich eigentlich immer noch dieses Spiel mögen zu wollen? Egal!
Nachdem uns Warren also mitten in der Nacht eine Liste mit Stoffen und Gegenständen geschickt hat, die wir für unsere Taschenbombe brauchen, machen wir uns auf die Suche danach und werden auch relativ schnell fündig.
Bei der Materialssuche laufen wir leider nur die altbekannten Räume ab, auch wenn wir diesmal nur eine Taschenlampe als Lichtquelle haben.
Dank Warrens Anleitung (IKEA sollte sich daran ein Beispiel nehmen!) ist der Sprengsatz schnell gebaut und wir können das Schloss pulverisieren.
Überraschenderweise geht dadurch der Alarm los. Dabei weiß doch jeder, dass Rauch und ein lauter Knall viel unauffälliger sind, als ein paar mal gegen eine Tür zu treten. Seltsam.
Chloe hat übrigens die Schlüssel für Blackwell von ihrem Stiefvater gestohlen, sodass wir uns nun im Schulgebäude umgucken können um weitere Hinweise zu sammeln.
Und wo macht man das wohl wenn nicht im Büro des Direktors?
Im Vorraum aka Sekretariat finden unsere sehr erwachsenen Heldinnen leider nichts und somit müssen sie die Tür zum Thronsaal der Schule irgendwie öffnen, da diese verschlossen ist.
Chloe schafft es nicht das Schloss zu knacken und so muss Max ihr Privateigentum namens Warren fragen, wie man am besten eine Tür aufsprengt.
Ja, ihr lest richtig. Sie wollen die Tür aufsprengen, da das Auftreten zu viel Lärm machen würde...
Wieso versuche ich eigentlich immer noch dieses Spiel mögen zu wollen? Egal!
Nachdem uns Warren also mitten in der Nacht eine Liste mit Stoffen und Gegenständen geschickt hat, die wir für unsere Taschenbombe brauchen, machen wir uns auf die Suche danach und werden auch relativ schnell fündig.
Bei der Materialssuche laufen wir leider nur die altbekannten Räume ab, auch wenn wir diesmal nur eine Taschenlampe als Lichtquelle haben.
Dank Warrens Anleitung (IKEA sollte sich daran ein Beispiel nehmen!) ist der Sprengsatz schnell gebaut und wir können das Schloss pulverisieren.
Überraschenderweise geht dadurch der Alarm los. Dabei weiß doch jeder, dass Rauch und ein lauter Knall viel unauffälliger sind, als ein paar mal gegen eine Tür zu treten. Seltsam.
Uns ist sofort klar: Wir müssen etwas unternehmen!
Die langsam ablaufende Timerspirale in der Bildschirmecke verdeutlicht das auch und ich muss gestehen, dass ich an dieser Stelle zunächst überfordert war. Glücklicherweise bin ich nicht der einzige Mensch auf der Welt, dem es so ging. Ehrlich gesagt habe ich bisher noch mit niemanden gesprochen, der das Rätsel NICHT durch Zufall gelöst hat.
Man muss lediglich die Tür aufbrechen, in das Zimmer den großen Bosses gehen und dort die Zeit zurückdrehen.
Relativ simpel und auch völlig ok, nur empfanden viele Spieler oder auch Zuschauer des Spiels diese Lösung als falsch. Was mich tatsächlich dazu bringt Partei für LiS zu ergreifen. Scheinbar haben einige Leute gedacht, dass sich absolut alle Handlungen vom Zurückspulen der Zeit rückgängig machen lassen. Aber Max hat ja relativ schnell eine gewisse Kontrolle über ihre Fähigkeiten erlangt und kann dafür sorgen, dass sowohl sie, als auch ihr Inventar an Ort und Stelle bleibt, während sich alles um sie herum verändert. Von daher sehe ich zumindest keine plot holes an dieser Stelle. Bin heute einfach zu nett.
In dem sehr schick eingerichteten Büro suchen wir nun also nach Unterlagen über die verschwundene Rachel. Und wenn wir schon dabei sind machen wir das direkt mal für jeden anderen uns bekannten Schüler mit. Mit wir meine ich Max - Chloe surft derweil im Internet. Hoffentlich findet sie meine Posts nicht.
Ok, ich nehme es zurück. Chloe hat es tatsächlich geschafft geheime Dateien zu finden die zeigen, dass der Direktor durchaus weiß, wie krank Nathan drauf ist. Und er scheint auch derjenige zu sein, der David durch falsche Anschuldigungen auf Rachel und Kate gehetzt hat.
Die werten Damen möchten nun den Ort des Verbrechens verlassen, aber das geht natürlich nicht ohne eine der weltbekannten wichtigen Entscheidungen!
Chloe "entdeckt" in einer Schublade einen Umschlag mit läppischen 5.000$, der für gehandicapte Menschen (Schüler?) gedacht ist. Das Wesen mit den blauen Haaren denkt dabei natürlich wieder nur an sich und ihre Schulden bei Frank, die sie somit auf einen Schlag entsorgen könnte. Ich habe mich an dieser Stelle dafür entschieden das Geld liegen zu lassen. Das Problem namens Frank wird man sicher noch auf eine andere Art und Weise aus der Welt schaffen können.
Wer jetzt aber denkt, dass die beiden genug Action hatten und sich sowieso schon zu viel Risiko ausgesetzt haben (es geht hier verdammt nochmal um Menschenleben), der wird von Chloes neuesten Geniestreich alles andere als begeistert sein:
Die langsam ablaufende Timerspirale in der Bildschirmecke verdeutlicht das auch und ich muss gestehen, dass ich an dieser Stelle zunächst überfordert war. Glücklicherweise bin ich nicht der einzige Mensch auf der Welt, dem es so ging. Ehrlich gesagt habe ich bisher noch mit niemanden gesprochen, der das Rätsel NICHT durch Zufall gelöst hat.
Man muss lediglich die Tür aufbrechen, in das Zimmer den großen Bosses gehen und dort die Zeit zurückdrehen.
Relativ simpel und auch völlig ok, nur empfanden viele Spieler oder auch Zuschauer des Spiels diese Lösung als falsch. Was mich tatsächlich dazu bringt Partei für LiS zu ergreifen. Scheinbar haben einige Leute gedacht, dass sich absolut alle Handlungen vom Zurückspulen der Zeit rückgängig machen lassen. Aber Max hat ja relativ schnell eine gewisse Kontrolle über ihre Fähigkeiten erlangt und kann dafür sorgen, dass sowohl sie, als auch ihr Inventar an Ort und Stelle bleibt, während sich alles um sie herum verändert. Von daher sehe ich zumindest keine plot holes an dieser Stelle. Bin heute einfach zu nett.
In dem sehr schick eingerichteten Büro suchen wir nun also nach Unterlagen über die verschwundene Rachel. Und wenn wir schon dabei sind machen wir das direkt mal für jeden anderen uns bekannten Schüler mit. Mit wir meine ich Max - Chloe surft derweil im Internet. Hoffentlich findet sie meine Posts nicht.
Ok, ich nehme es zurück. Chloe hat es tatsächlich geschafft geheime Dateien zu finden die zeigen, dass der Direktor durchaus weiß, wie krank Nathan drauf ist. Und er scheint auch derjenige zu sein, der David durch falsche Anschuldigungen auf Rachel und Kate gehetzt hat.
Die werten Damen möchten nun den Ort des Verbrechens verlassen, aber das geht natürlich nicht ohne eine der weltbekannten wichtigen Entscheidungen!
Chloe "entdeckt" in einer Schublade einen Umschlag mit läppischen 5.000$, der für gehandicapte Menschen (Schüler?) gedacht ist. Das Wesen mit den blauen Haaren denkt dabei natürlich wieder nur an sich und ihre Schulden bei Frank, die sie somit auf einen Schlag entsorgen könnte. Ich habe mich an dieser Stelle dafür entschieden das Geld liegen zu lassen. Das Problem namens Frank wird man sicher noch auf eine andere Art und Weise aus der Welt schaffen können.
Wer jetzt aber denkt, dass die beiden genug Action hatten und sich sowieso schon zu viel Risiko ausgesetzt haben (es geht hier verdammt nochmal um Menschenleben), der wird von Chloes neuesten Geniestreich alles andere als begeistert sein:
Ihr seht richtig. Sie will in die Schwimmhalle der Schule einbrechen.
Na, das wird doch sicher ohne Zwischenfälle ablaufen!
Man betritt also das Gebäude, darf sich aussuchen durch welche Umkleide man geht und schaltet die Poolbeleuchtung an.
Während man durch das dunkle Gebäude streift sieht man überall hämisch Sätze, die an Wände und Türen geschrieben wurden - alle von Maxines Klassenkameraden.
Hat diese Schule überhaupt mehr Klassen? Scheinbar nicht.
Und auch hier frage ich mich ernsthaft, ob das Alter der Charaktere von ca. 18 wirklich passend gewählt wurde. Mit 18 sollte man mMn etwas weitsichtiger sein und nicht immer solche Risiken eingehen - gerade wenn so viel auf dem Spiel steht. Ich wäre wohl nicht ganz so kritisch eingestellt, wenn man die Leute als 14-Jährige betitelt hätte, aber so hätte man sich wiederum andere Dinge verbaut. Nun denn.
Max und Chloe gehen schwimmen...bzw. die Figuren stehen im Wasser und bewegen die Arme. Ich hab selten eine schlechtere Schwimm"animation" gesehen. Wer genau hat das verbrochen? Und dann bespritzten sie sich auch noch mit Wasser wobei Max währenddessen in aller Ruhe weiterredet. Wtf?
Die beiden unterhalten sich noch ein wenig und ziehen ihre Klamotten wieder an. Dass man in dieser Welt scheinbar innerhalb von nur wenigen Sekunden trocknen kann, haben wir ja schon in der vorherigen Episode festgestellt. Wer braucht schon Handtücher?
Kaum sind unsere beiden großen Heldinnen angezogen betreten auch schon die Wachmänner das Gebäude. Sagt bloß man kann einen fucking erleuchteten Pool tatsächlich von draußen durch die riesigen Glasfenster erkennen?
In einer relativ simplen Stealtheinlage weichen wir nun den Blicken von David (hat der arme Mann irgendwann auch mal Feierabend?) und seinem Kollegen aus und fliehen schließlich laut hupend per Auto. Vor dem Stiefvater, der das Auto kennt. Und dann übernachten wir auch noch bei Chloe. Öhm... tiiief durchatmen.
Die beiden wachen auf und reden ein wenig über ihre Vergangenheit. Schließlich steht Max auf und soll sich aus Chloes Kleiderschrank ein paar alte Klamotten von Rachel überziehen, da ihre noch dezent nach Chlor riechen. Doch zuvor will Chloe, dass Max sie küsst. Öhm. Okay. Nö.
Ich hoffe hoffe hoffe wirklich, dass das nur ein kleiner Spaß war. Schon im Pool gab es so gaaaanz dezente Andeutungen, dass Chloe Max seeehr mag, aber bitte liebe Entwickler, lasst hier keine Teenieromanze aufkommen. Nicht mit einer mMn absolut unsympathischen Person, die unsere Protagonistin bisher nonstop ausgenutzt und mies misshandelt hat. Außerdem hängen sie erst wieder zwei Tage zusammen ab. Und der arme Warren wird scheinbar ignoriert. Ich bin echt gespannt, wie es in dieser Hinsicht weitergeht.
Wir allerdings machen jetzt mit der Story weiter. Ich will schließlich endlich die neue Episode starten.
Frisch eingekleidet schlendert Max die Treppe runter und darf sich direkt mal von Chloes Mutter ein Frühstück wünschen. Die Zutaten muss sie allerdings selbst zusammensammeln. Das aber nicht weiter kompliziert und so kommen wir schon bald in den Genuss eines herzhaften Mahls.
Auch mit Joyce redet Max über die Vergangenheit und schließlich kommt deren Tochter dazu und macht das, was sie am besten kann: Drama!
Diesmal allerdings begründet, denn sie verschafft Max auf diese Weise eine Gelegenheit dazu kurz zu verschwinden um Davids Geheimnisse aufzudecken.
Unser Ziel ist das Passwort für seinen Laptop und dazu erkunden wir sowohl Davids Arbeitsraum, als auch die Garage. Das dauert und ich hoffte an dieser Stelle, das Joyce nicht denkt, Max würde ihr Frühstück wieder entsorgen gehen.
Nachdem man also Massen an möglichen Passwörtern (Spitznamen, Führerscheinnummer, Daten) gesammelt hat, darf man diese ausprobieren, bis endlich Zugang zu Davids Laptop besteht. Das Passwort hat übrigens familiäre Hintergründe. Wieder mal ein Zeichen dafür, dass David seine neue Familie deutlich wichtiger zu sein scheint, als Chloe denkt.
Man findet die Aufzeichnungen Davids über Kate, Rachel und auch Max.
Kaum zurück am Frühstückstisch kommt David aus seiner Nachtschicht (?) zurück und beschwert sich lauthals über irgendwelche blöden Kids, die in der Nacht ins Schwimmbad eingebrochen sind.
Wer kann das nur gewesen sein?
Es kommt zum Streit zwischen Mr. Big Brother und Capt. Blauhaar und wir dürfen uns entscheiden, auf wessen Seite wir uns schlagen wollen.
Für euch sicher völlig überraschend habe ich mich für David entschieden, zumal dieser andernfalls von Joyce rausgeworfen wird.
Mit einer sichtlich genervten Chloe verlassen wir daraufhin das Schlachtfeld und suchen nun Frank auf, da dieser sicher auch Hinweise zu Rachel in seinem Wohnwagen hat.
Und Chloe hat direkt die perfekte Idee, wie wir uns dort Zutritt verschaffen können:
Max geht in das Diner, in dem Frank gerade isst, während Chloe...wartet! Bzw. sucht ein Stöckchen sucht um Franks Hund loszuwerden. Faire Aufgabenteilung.
Im Diner selbst kann man neben Frank auch mit Nathan und einem Polizisten reden und dabei ein paar interessante Dinge erfahren und auch bei Frank hat man einige unterhaltsame Auswahlmöglichkeiten. Man kann ihm nämlich sein Getränk überschütten oder sein Essen auf den Boden werfen, sich darüber amüsieren und dann wieder die Zeit zurückspulen. Schon lustig, damit rumzuspielen. Ist wie damals, als man das auch zu oft gemacht hat und dann Kate nicht rett...oh.
Ja, die Charaktere in dieser Welt sind alle sehr reif. Und wir bekommen den Schlüssel, yay!
Man schließt also den Wohnwagen auf und lenkt den Hund ab, indem man das Stöckchen entweder quer über den Parkplatz oder auf die Straße wirft.
Ich hab mich für Möglichkeit 1 entschieden, da der Hund sonst überfahren wird. Chloe ist das übrigens völlig egal. Ein wahrlich wundervoller Mensch. Max, küss sie doch nochmal!
Im sehr dreckigen Wohnwagen finden wir unter anderem die gestohlene Pistole wieder, die wir entweder dort liegenlassen oder Chloe in die Hand drücken können. Sie selbst mitzunehmen steht nicht zur Auswahl - leider. Also bleibt sie lieber da, wo sie ist.
Außerdem erfahren wir, dass Rachel wohl mit Frank zusammen war, woraufhin Chloe wiedermal ausrastet. Denn es sind alle scheiße zu ihr. Ihre beste Freundin, ihre neue beste Freundin, ihre Mutter, ihr Stiefvater, ihr toter Vater, das Eichhörnchen auf dem Baum, die Bibel, das Internet, der Sauerstoff. Schämt euch!
Übrigens findet Chloe es sogar wichtiger, dass Rachel was mit Frank hatte als Kates Suizid. Holy moly, diese Figur wird mir immer unsympathischer. Wusste gar nicht, dass das noch geht. Aber hey, Selbstmitleid und Menschen runtermachen, die einem schon mehrmals das Leben gerettet haben ist doch voll ok, oder?
Chloe fährt uns zurück in unser Internat und düst wieder davon.
Max - natürlich niedergeschlagen - setzt sich auf ihr Bett und betrachtet ein altes Bild von Chloe und sich.
Oh Mädels, die Pubertät ist schon 'ne feine Sache, hm?
Plötzlich taucht Max in dieses Bild ein und befindet sich in ihrem kindlichen Körper zu jener Zeit, in der das Bild aufgenommen wurde.
Gut, dass sie diese Fähigkeit erst jetzt bekommen hat und nicht, als sie mal ein Babyfoto von sich angesehen hat.
Es ist der Tag des Todes von Chloes Vater William und wir dürfen den tödlichen Autounfall verhindern. Ich hatte ab da ein seeehr schlechtes Gefühl, denn solche gravierenden Änderungen gehen nie gut aus.
Aber ok, das Spiel lässt einem hier leider keine Wahl und wir wenden Williams tragisches Schicksal ab.
Natürlich ändert sich dadurch die Gegenwart, was uns durch diverse Fotos gezeigt wird. David kommt nicht mit Joyce zusammen, da William ja noch lebt. Chloe behält ihren Vater und färbt sich die Haare nicht blau. Chloe bekommt zum Geburtstag ein Auto. Hmm....was könnte das nur bedeuten?
Und Max? Max ist plötzlich cool und mit dem Vortex Club inklusive Victoria befreundet. Weil....keine Ahnung, scheinbar wurde sie ein völlig anderer Mensch, ist aber immer noch sie selbst.
David wird Busfahrer, weil...also...öhm...weil Joyce ihm damals verboten hat Busfahrer zu werden!
Und Chloe ist scheinbar nicht in Blackwell eingeschrieben, obwohl sie doch jetzt eigentlich keinen Grund mehr hat gegen alles zu sein und durchaus gute Noten schreiben dürfte.
Max entschließt sich also dazu das Haus der Familie Price aufzusuchen, bemerkt auf der Busfahrt Wale(!), die am Strand liegen, bekommt zu ihrer grenzenlosen Freude von William die Tür geöffnet und sieht Chloe. Mit blonden Haaren. In einem Rollstuhl.
Max hätte wohl nicht einfach so Gott spielen sollen.
_______________________
Woohoo! Fehlt also nur noch mein Fazit und ich kann endlich loslegen.
Viel hat sich für mich nicht geändert. Das Spiel ist vom Ablauf her absolut gleich geblieben, die Charaktere sind immer noch größtenteils recht schwach geschrieben, aber zumindest Max lässt sich in dieser Episode nicht mehr alles von Chloe gefallen.
Das langsame Erzähltempo der Hauptstory, das ich schon in den vergangenen beiden Posts angesprochen habe verschlimmert sich in Episode 3 nochmal und wir erfahren fast nicht Neues über Max' Kräfte, Rachels Verschwinden und die seltsamen Naturphänomene, die sich in Arcadia Bay zutragen.
Warren wird weiterhin stumpf ausgenutzt, Chloe verhält sich wie Chloe und auf Kates Tod wird leider auch nicht groß eingegangen, außer zu Beginn der Episode. Es wirkt fast so, als wäre es egal gewesen, ob man sie nun rettet oder nicht.
Apropos egal: Dank der neuen Fähigkeit unserer Protagonistin drängt sich der Verdacht auf, dass allgemein alle bisherigen Entscheidungen ziemlich egal gewesen sein müssen, da wir nun quasi in einer anderen Welt leben.
Ich bin sehr gespannt, wie die Entwickler dieses Problem handhaben werden und befürchte, dass Max möglichst schnell versuchen wird ihren "Fehler" wieder auszugleichen. Andernfalls hätte man seine Zeit mit den ersten drei Episoden und den dort getroffenen Entscheidungen vollends verschwendet, da sich das alles nicht mehr so zugetragen haben kann.
Die Macher des Spiels bewegen sich durch das Ende der Episode nun auf sehr dünnem Eis, denn Zeitreisen, das Ändern der Vergangenheit....das kann sehr viele Widersprüche auf den Plan rufen und ich habe aktuell so meine Zweifel, ob nicht alles zu chaotisch wird.
Zumal wir nun 60% des Spiels hinter uns haben und noch nicht allzu viel passiert ist. Die Zeit drängt und ich schaue mir jetzt an, was Episode 4 zu bieten hat.
Danke fürs Lesen!
- Try
Montag, 10. August 2015
Life is Strange – Episode 2: Out of Time
Willkommen zu Teil 2 meiner wundervollen Reihe, deren erster Part noch nicht ganz wusste, wo er hin will.
Bevor ich mich in die gestern (19.05.) erschienene dritte Episode von „Life is Strange“ stürzen werde, versuche ich meine und eventuell auch eure Erinnerungen an den letzten Part aufzufrischen.
Und diesmal wird es eine sehr subjektive Reise durch alle relevanten Spielszenen. Ich werde einfach Schritt für Schritt Episode 2 durchgehen und dabei meine persönlichen Eindrücke und Gedanken schildern.
Los geht’s!

Nach den Ereignissen des ersten Parts wachen wir zu Beginn der neuen Episode als Max Caulfield in unserem Zimmer auf. Wie schon zuvor, läuft auch hier wieder ein ruhiger Song. Passend zum Einstieg, auch wenn ich ihn wohl niemals in meiner eigenen Freizeit anhören würde.
Während Max ihr Zimmer erkundet und versucht wach zu werden, bekommen wir von unserer beeeesten Freundin Chloe den Befehl sich mit ihr in 40 Minuten zum Frühstück zu treffen.
Da die Zeit drängt, erkunde ich mit Max lieber weiter ihr Zimmer und stelle fest, dass sie sich seit dem Ende der letzten Episode tatsächlich mit ihrer neuen Fähigkeit beschäftigt und sowohl das Internet als auch Warren mit Fragen bombardiert hat. Schlaues Mädchen! Ist ja nicht immer so.
Nun denn, es ist Zeit für die erste große Aufgabe des Tages: Duschen!
Das gestaltet sich selbstverständlich schwerer, als es sich anhört. Max – die Introvertiertheit in Person – spricht natürlich mit all den Mädchen auf dem Weg zum Duschraum. Aber wir haben ja zum Glück ewige 40 Minuten Zeit – wird schon passen. Kaum erreichen wir den Ort der Reinheit und der Seife, begegnen wir der unglücklichen Kate, die uns dafür anklagt ihr am Vortag nicht geholfen zu haben, als David sie relativ barsch anging. Mit einem schlechten Gewissen und ihren Schlafsachen(!) betritt Max schließlich die Dusche und wir können begutachten, wie sie sich unter dem Wasser räkelt. Also wirklich nur das. Sie lässt Wasser auf sich laufen und dreht sich, während ihre Klamotten scheinbar zu ihren Füßen liegen. Allzu lange scheint die Dusche allerdings nicht zu dauern, denn Kate ist immer noch dabei sich die Zähne zu putzen, als ihre Intimfeindin Victoria mitsamt einer ihrer Sklavinnen den Raum betritt, um die arme Kate, die bisher nicht einmal ihren Mund ausspülen konnte, kräftig zu mobben und den Link zu dem scheinbar sehr peinlichen Video von Kates Fehltritt auf einer Party an einen Spiegel zu schreiben.
Nachdem die beiden den Baderaum wieder verlassen haben, zieht sich Max ohne sich abzutrocknen wieder an und kehrt mitsamt auf wundersame Weise trockener Klamotten in ihr Zimmer zurück. In den drei Minuten ihrer Abwesenheit scheint aber Nathan (Der Typ, der eigentlich Chloe erschossen hat) in ihr Zimmer eingebrochen zu sein und hat ein wenig Ordnung angerichtet und ihr eine subtile Drohung an die Wand geschrieben. Netter Kerl.

Unbeeindruckt davon, aber umgezogen, sucht Max kurz darauf Kates Zimmer auf, um ihr ein Buch zurückzubringen, dass sie sich von ihr ausgeliehen hatte.
Da unsere Protagonistin ja ein liebenswerter Mensch ist, fängt sie direkt damit an sich alle Gegenstände in Kates Raum anzusehen – während diese an ihrem Schreibtisch sitzt und sich wahrscheinlich fragt, ob sie nicht schon genug gelitten hat. Als Max stöbern wir in ihren Briefen und Mails und erfahren, dass auch ihre stark religiöse Familie von der ominösen Party und dem Video Wind bekommen haben und besonders ihre Mutter Kate deshalb aufs Schlimmste verurteilt.
Endlich kommen wir dazu Max zu befehlen mit Kate über deren Probleme zu sprechen. Wie es sich herausstellt, wurde sie auf der letzten Feier des ‚Vortex Clubs‘ unter Drogen gesetzt und hat mit einer ganzen Reihe an Leuten rumgemacht. Nathan, der Schmierfink, der unser Zimmer auf dem Gewissen hat, scheint der Drahtzieher dahinter gewesen zu sein. Im Anschluss fragt uns Kate, was sie tun soll: Nach Beweisen für Nathans Schuld suchen oder zur Polizei gehen und dort dieses ernste Problem schildern?
Ich habe mich für die zweite Option entschieden, denn HALLO?! Hier wurde jemand unter Drogen gesetzt und eventuell vergewaltigt – zumindest kann man diesen Eindruck aus Kates Schilderungen gewinnen.
Kate scheint uns dankbar zu sein und wir können nun endlich zu unserer Verabredung mit Chloe aufbrechen. Es sind bisher ja auch nur höchstens 15 Minuten vergangen.

Wir bewegen uns also langsam in Richtung Bushaltestelle. Langsam, weil Max noch mit 1,2,3,4,5… Leuten ein wenig Smalltalk hält. Hach, das Leben extrem introvertierter Menschen ist schon anstrengend – kenn ich selbst, hat aber andere Gründe. Bald sind wir auch schon im Bus und fahren zum Diner, das Chloes Mutter gehört. Deren blauhaarige Tochter schreibt uns – kaum, dass wir ausgestiegen sind – sie würde sich verspäten und wir sollen doch schon mal reingehen und uns einen netten Platz suchen. Anhand der bisherigen Erlebnisse des Tages würde ich zu gerne wissen, was Chloes Ausrede ist. Sie muss sich ja um locker drei Stunden verspäten.
Gut, dass Max aber ein so offener Mensch ist. Dadurch können wir noch alle Fremden vor und in dem Diner ansprechen und uns mit ihnen über mehr oder weniger wichtige Dinge unterhalten. Nachdem jeder Gast genervt ist und uns immer die gleichen Phrasen an den Kopf wirft, ist das blaue Wesen immer noch nicht da. Aber ihre Mutter, Joyce, stürmt sofort zu uns, als wir uns hinsetzen (vorher ignoriert sie und), um uns eine Tasse Kaffee einzuschenken. Nach ein wenig Smalltalk über ihren neuen Mann – David – und über die letzten Jahre allgemein kommt Chloe schließlich doch noch dazu.
Allerdings muss sie für ihr Verhalten in der letzten Zeit einen hohen Preis zahlen. Joyce brummt ihr die drakonische Strafe des „Du bekommst heute keinen Bacon!“ auf. Dagegen sind Kates Probleme ja ein Witz! Joyce scheint eine wirklich schreckliche Mutter zu sein und ich kann jetzt auch endlich nachvollziehen, dass Chloes Haare diese Erziehung nur ertragen können, wenn sie rund um die Uhr blau sind.

Nach einer kurzweiligen Unterhaltung lässt Joyce die beiden Mädchen allein zurück, um sich um ihre anderen Gäste kümmern zu können. Für Chloe ist das natürlich ein gefundenes Fressen (ohne Bacon! Thöhö!), da sie Max nun wieder bezüglich deren „Ha! Ich kann die Zeit zurück drehen und du nicht, N00b!“-Fähigkeit ausquetschen kann. Denn so ganz überzeugt scheint Chloe davon noch nicht zu sein und für uns als Spieler ist es endlich wieder eine Möglichkeit aktiver in das Geschehen einzugreifen und ein wenig Tempo und Dynamik in das Spiel zu bringen – denkt man zumindest.
Denn so viel man aus dieser Situation auch hätte machen können…hier ist es ein stumpfes und langwieriges Auswendiglernen von Gegenständen und Ereignissen.
Zunächst möchte Chloe uns testen, indem wir ihr sagen sollen, was sie in ihrer Tasche hat. Dafür müssen wir uns die Gegenstände zunächst angucken. Man merkt sich, dass sie Zigaretten, Kleingeld, ihren Schlüsselbund und einen Knollen für Falschparken dabei hat. Ok, das wird leicht – denkt man zumindest.
Denn es reicht Chloe nicht, dass wir wissen, was sie dabei hat. Nein! Sie fragt bei all diesen Gegenständen nach Details. Also merken wir uns die verschiedenen Eigenschaften wie z.B. die Anzahl der Zigaretten oder den Gesamtwert ihres Kleingelds. Aus diesem Grund dürfen wir also nochmal das gleiche Gespräch wie zuvor durchleben, uns aber total cool fühlen, dass wir ihre Fragen alle richtig beantworten können und sie damit ganz sicher überzeugt haben, dass sie uns unsere Fähigkeit abkauft – denkt man zumindest.
Nein, Chloe will noch mehr. Also geben wir ihr mehr und kündigen vollmundig an diverse Ereignisse, die in der nächsten Minute geschehen werden, „vorherzusagen“. Und das ist noch deutlich anstrengender weil zeitaufwändiger, als die Prüfung zuvor. Wir müssen uns in einem Durchgang alle möglichen Dinge merken, was im ersten Versuch natürlich nicht funktioniert. Also zurückspulen und in den richtigen Momenten auf den richtigen Gegenstand oder Menschen achten, über den wir Aussagen treffen müssen. Leider sind davon nicht alle ganz deutlich zu erkennen, sodass es gut und gerne passieren kann wieder nicht alles korrekt vorherzusagen. Und jepp, man darf sich immer und immer wieder die gleiche Szene ansehen, bis unsere Mrs. Cool, die uns auch noch nach jedem gesprochenen Satz von Max verarscht, endlich zufrieden ist und uns glaubt, dass wir die Zeit zurückdrehen können. Wow, das war spannend.

Immerhin will uns Chloe daraufhin zu ihrem Geheimversteck bringen, allerdings nicht ohne vorher nochmals zu zeigen, was für ein wundervoller Mensch sie ist: Während Chloe total gehyped ist und aufbrechen will, ruft Kate auf Max‘ Handy an. Unserer beeeeeeeesten blauhaarigen Freundin eveeeer missfällt es natürlich, dass wir es überhaupt in Erwägung ziehen den Anruf entgegen zu nehmen und das Spiel stellt uns dann tatsächlich vor die Wahl wie ein normaler Mensch den Hilferuf eines verzweifelten Freundes anzunehmen oder den Anruf einfach abzulehnen.
Da ich noch weiß, wie fertig Kate war, nehme ich ihren Anruf entgegen während Joyce in der Zwischenzeit anfängt mit ihrer Tochter zu diskutieren. Chloe will uns wie schon damals in ihrem Zimmer, als wir an ihrer Stelle zugegeben sollten Gras mit uns zu führen, ein schlechtes Gewissen machen, weil wir es uns anmaßen neben ihr noch andere soziale Kontakte zu haben. Max ist wirklich ein schrecklicher Mensch! Pfui!
Netterweise hat Chloe dann doch Erbarmen mit uns und bringt uns zu ihrem tollen Versteck….einer Müllhalde. Und da das liebe Mädchen ja die Waffe ihres Stiefvaters geklaut hat, möchte sie unbedingt ein wenig das Schießen üben und benötigt dafür leere Flaschen. Und jetzt ratet doch mal, wer diese ganz alleine suchen muss, während die Person, die diese Flaschen nutzen will es sich lieber mit einem jener Glasbehälter, gefüllt mit Bier, bequem macht. Yup, Fr. Introvertiert hat mal wieder eine neue Aufgabe. Also suchen wir den Schrottplatz ab und verschwenden mal wieder viel Zeit damit die zum Teil unglaublich seltsam versteckten Flaschen aufzutreiben. Zumindest erfährt man beim Graben durch den Müllberg, dass Chloe und die vermisste Rachel Amber wirklich beste Freundinnen waren und sich regelmäßig an diesem Ort trafen. Ist das ein Hinweis darauf, dass es endlich auch storytechnisch wieder weitergeht? Leider nicht.
Chloe will lieber auf möglichst coole Art und Weise die Flaschen zerschießen und missbraucht dafür wiedereinmal Max‘ Fähigkeiten. Selbstverständlich schießt sie sich durch einen Querschläger selbst an und wir dürfen sie ein weiteres Mal vor ihrem Tod retten.
Wenn Chloe in Episode 3 wieder angeschossen wird – darf man das dann als Running Gag bezeichnen?
Wie auch immer. Viel wichtiger ist es, dass Max wieder einmal Nasenbluten bekommt, wie es auch schon in Teil 1 der Fall war. Für jeden Spieler sollte eigentlich klar sein, dass es daran liegt, dass Max ihre Kräfte zu oft einsetzt. Und scheinbar hat sie es diesmal dermaßen übertrieben, dass sie in Ohnmacht fällt. Nur Chloe scheint das nicht zu verstehen. Sie ist kurz besorgt um Max, aber kaum ist unsere Protagonistin wieder bei Bewusstsein, wird ihr von Chloe die Knarre in die Hand gedrückt. Sie solle doch auch mal schießen. Querschläger machen nämlich Spaß – besonders in Kopfnähe.
Jetzt mal ganz ehrlich.
Gibt es da draußen in der weiten Welt des Internets echt Fans von Chloe? Diese sogenannte beste Freundin von Max kümmert sich einen Dreck darum, wie es ihr geht, macht ihr ein schlechtes Gewissen wann sie nur kann, erwartet, dass Max immer die Schuld auf sich nimmt und hat es schon bis dato zwei verdammte Male geschafft tödlich verletzt zu werden. Aber statt Max unendlich dankbar zu sein, macht sie lieber Späße auf ihre Kosten. Wow.

Genug gemeckert, denn die Episode ist noch nicht ganz vorbei.
Für die beiden Mädchen völlig überraschend wurde ihr Schusstraining doch tatsächlich von einem Menschen gehört. Sachen gibt’s…
Der werte Herr heißt Frank, war schon einmal in einem kurzen Ausschnitt zu sehen und ganz zufällig hat Chloe noch Schulden bei ihm.
Wundert mich, dass Klo-Ih nicht direkt von Max verlangt ihm gefälligst ohne Umschweife ihr ganzes Hab und Gut zu überreichen.
Als Frank Chloe dann mit einem Messer bedroht, zückt Max die Waffe und man hat nun die Wahl ob man die leere (was Max nicht weiß) Waffe abfeuern soll, oder nicht. Ich habe mich dazu entschieden es nicht zu tun und deswegen die Waffe an Frank abgeben müssen.
Wenn man jedoch schießt, dann behält man zwar die Waffe, doch Frank setzt Max auf seine ‚Todesliste‘.
Frank verlässt die beiden anschließend und Chloe ist natürlich wieder sauer auf Max, weil sie ihm die Waffe überlassen hat. Ja, böse Max! Chloe mal wieder retten! Geht mal gar nicht!
Aber netterweise erklärt sich Blauhaar dazu bereit uns zu erzählen, wieso sie sich mit Typen wie Frank abgibt. Viel Neues erfährt man nicht, aber die Tatsache, dass sich die beiden auf Eisenbahnschienen gesetzt haben um zu reden, lässt den Spieler schon erahnen was passiert.
Sie hören einen Zug, der sich nähert und wollen aufstehen. Leider hat es Chloe irgendwie geschafft, dass sich ihr Schuh in den Schienen verfängt und sich nicht daraus befreien lässt. Also darf Max wieder das Leben ihrer beeeeeesten Freundin retten. Was kann dieses Mädchen eigentlich? Sie scheint sogar zu blöd dafür zu sein ihren Schuh auszuziehen – das hätte das ganze Problem gelöst. Aber Schuhe sind wichtiger als das eigene Leben und Max, die eben erst kollabiert ist, kann ja eh in der Zeit zurückreisen. Yolo!
Glücklicherweise war das Chloes letzter Auftritt in dieser Episode und Max begibt zurück in die Schule.
Vor dem Klassenraum kann man Kate im Gespräch mit ihrem Lehrer Mr. Sexy Jefferson sehen an dessen Ende (das des Gesprächs, nicht das von Sexyson) sie weinend weg läuft und deswegen folglich auch nicht am Unterricht teilnimmt.
Die Unterrichtsstunde wird aber plötzlich unterbrochen, da in der Wohnanlage der Mädchen „was Krasses abgeht“. Wiedermal kann man sich denken um was es sich dabei handelt, doch diesmal kann die kommende Szene auch mich endlich mal wieder emotional mitnehmen.
Wie man es erwarten konnte geht es um Kate, die sich dazu entschieden hat ihrem Leben ein Ende zu setzen und vom Dach des Gebäudes zu springen. An sich nicht allzu dramatisch, mag man sich denken, da unsere Heldin ja die Zeit beeinflussen kann und somit Kate frühzeitig von ihrem Vorhaben abbringen wird. Doch so ganz unter Kontrolle hat Max diese Fähigkeit nicht mehr, da sie eine gewisse unsympathische Person schon mehrfach an diesem Tag retten musste.
Max kämpft sich unter größter Anstrengung auf das Dach hinauf, doch just in dem Moment, in dem sie oben ankommt verlässt sie der letzte Rest ihrer Kräfte und es liegt an uns die gute Kate davor zu bewahren sich das Leben zu nehmen – ohne die Chance einen Fehler wieder auszumerzen. In der folgenden Szene muss man sich an all die Gegenstände wie Briefe und Fotos aus Kates Zimmer erinnern, um ihr klarzumachen, dass es viele Leute gibt, die sie vermissen würden und dass sie nicht allein auf dieser Welt ist. Es ist durchaus möglich Kate zu retten, aber mir ist es nicht gelungen.
Allerdings lag es an einem falschen Bibelzitat – spricht das jetzt für oder gegen mich?

So oder so ist das die erste Stelle des Spiels für mich, an der ich wirklich mitgefiebert und krampfhaft überlegt habe, wie man die Situation retten kann. Und ich war verdammt enttäuscht, als ich keinen Erfolg dabei hatte.
Danach gibt es einen kleinen Zeitsprung und man sitzt im Büro des Direktors, wo man einen der anderen drei Anwesenden dafür anklagen muss Schuld an Kates Selbstmord zu haben. Unsere Kandidaten sind Mr. Jefferson, den ich zwar nicht allzu sehr mag, der aber nicht wirklich dazu beigetragen hat, dass Kate einen solch heftigen Schritt wählt, sondern wohl „nur“der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte als er sagte, dass er ihr nicht helfen könne.
Dann natürlich David, der ihr zwar ordentlich nachgestellt und sie angeschrien hat, zu dem ich aber in dieser Episode durchaus eine Sympathie entwickeln konnte, da er scheinbar ein verstecktes, aber gutes Herz hat.
Und schließlich Kandidat Nummer drei und die Person, die ich (und 95% der anderen Spieler) auch gewählt habe: Nathan Prescott.
Dieser wurde daraufhin von der Schule suspendiert und hat uns Rache geschworen. Da er aber schon zuvor offen mit uns verfeindet war, macht das jetzt auch nichts mehr.
Im Abspann sehen wir, wie sich Max und Warren etwas annähern und dabei Zeuge von einer Mondfinsternis werden, die eigentlich nicht stattfinden sollte. Wieder endet eine Episode also mit einem unerwarteten Naturschauspiel, das den großen Sturm aus Max‘ Tagträumen ankündigt.
Als finales Bild bekommt man den Arbeitsraum einer Person gezeigt, die gerade einen Ordner mit Kates Namen und Photo bearbeitet und diesen zu ein paar weiteren Ordnern stellt. Einer von diesen trägt Rachels Namen. Netter Cliffhanger.
________________________________
Tja, was für ein Fazit werde ich jetzt wohl ziehen?
Ich verstehe dieses Spiel einfach nicht. Die ganzen Widersprüche, das Verhalten mancher Charaktere und den ganzen Hype allgemein.
Ich finde das Spiel nicht mal so schlecht, wie man es nach diesem Text vielleicht erwarten könnte, eben darum werde ich auch zeitnah die dritte Episode starten, aber es fehlt mir noch viel zu viel um mich richtig hieran zu fesseln.
Wir haben jetzt 2 von 5 Episoden beendet, was bedeutet, dass wir schon kurz vor der Hälfte des Spiels stehen und hinsichtlich der Hauptstory hat man bisher so gut wie NICHTS erfahren. Rachel Ambers Verschwinden wird immer mal wieder erwähnt, aber niemand geht genau darauf ein. Der Cliffhanger am Ende zeigt zwar, dass es zwischen ihrem Verschwinden und Kates Tod einen Zusammenhang gibt, liefert aber kaum Hinweise um irgendwelche Vermutungen aufzustellen.
Genau so verhält es sich mit dem Sturm, den wir immer wieder kurz miterleben, wenn Max ihr Bewusstsein verliert oder vollkommen abdriftet. Wieso wird sich immer nur am Ende der Episode und dann auch nur ganz kurz mit diesen Sachen befasst? Es wird Spannung am Ende von Teil 1 aufgebaut und die nächste Episode fängt an einem völlig anderen Punkt an. Dazu kommen dann noch solche Zeitfresser wie die Szenen im Diner oder auf dem Schrottplatz, die weder fordernd sind, noch spannend für die weitere Entwicklung der Geschichte. Wieso wird die Hälfte der sowieso nicht allzu lange Episode damit verschwendet, statt sich mehr auf die Charaktere zu konzentrieren?
Ich mag es an sich durch die Gegend zu laufen, diverse Leute anzusprechen und zu schauen, wie sie auf bestimmte Antworten reagieren. Nur frage ich mich dann gleichzeitig wieso man ausgerechnet Max als Hauptperson genommen hat. Das Spiel will einem erzählen, dass Max ein unsicheres, schüchternes und zurückgezogenes Mädchen ist, kaum soziale Fähigkeiten besitzt aber dann mit wirklich JEDEM Charakter problemlos über Gott und die Welt reden kann.
Man könnte die Protagonistin schon als Sinnbild des gesamten Spiels nehmen: Gute Ideen und Ansätze, die aber alle entweder nicht komplett durchdacht wurden oder sich auf eine enttäuschend vorhersehbare Art weiterentwickeln.
Fast alle Charaktere sind so unfassbar stereotypisch geschrieben, dass es schon fast wehtut und es mir persönlich extrem schwer macht eine gewisse Bindung zu ihnen aufzubauen. Man sieht sofort wen man mögen und wen man hassen soll. Bisher interessiert mich eigentlich nur David, da dieser als einzige Figur soweit mehr als einen neuen Charakterzug gezeigt hat.
Zumal es unglaubwürdig werden würde, wenn sich Charaktere wie Nathan plötzlich um 180° drehen, ihre Fehler einsehen und geschätzte Verbündete werden.
Und wer zur Hölle ist bitte für Chloe verantwortlich? Die Art wie sie mit Max umgeht ist echt nicht zu fassen – habe ich ja schon im Text oben erwähnt. Ja, sie mag verletzt gewesen sein, dass Max umgezogen ist (was sicher nicht sie zu verantworten hatte), kurz nachdem sie ihren Vater verloren hat, aber wieso zickt sie wirklich bei jeder Kleinigkeit rum, wenn Max ihr nicht aufs Wort gehorcht und mal nicht ihren Kopf für sie hinhält?
Man könnte sogar so weit gehen, dass man Chloe die finale Schuld an Kates Tod gibt, da Max nur wegen ihrer Blödheit keine Kraft mehr dafür hatte Kate zu retten.
Da wir schon bei dieser Szene angekommen sind:
Leider hat mir der Abschluss der Episode gefallen. Leider, weil es exakt das ist, was ich schon befürchtet hatte, als ich damals mit Episode 1 begonnen habe.
Es lässt sich schwer Spannung aufbauen, wenn man jederzeit Fehler abstellen kann und so alle Zeit der Welt hat sich für einen Weg zu entscheiden. So entsteht kein Druck, kein Nervenkitzel. Man kann nur die Neugier danach befriedigen zu sehen, welche Entscheidung die besseren Folgen hat. Wobei Max eine Meisterin darin ist, all ihre Entscheidungen schlecht zu reden.
Deshalb erhoffe ich mir für Episode 3 deutlich häufiger solche Situationen, in denen man ohne eine zweite Chance zu haben eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss. Und wenn es dann auch endlich mehr Story zu den beiden Hauptprobleme gibt, dann habe ich auch durchaus Hoffnung, mich mit dem Spiel zu versöhnen und kann den beiden ausstehenden Episoden zuversichtlich entgegenblicken.
Ich hoffe ein paar Leute haben diesen Text gelesen und auch Spaß daran gehabt.
Egal ob ihr mir zustimmt oder eine völlig andere Ansicht habt – lasst mir eure Meinung in den Kommentaren da.
Ich freue mich über jede Rückmeldung!
– Try
Bevor ich mich in die gestern (19.05.) erschienene dritte Episode von „Life is Strange“ stürzen werde, versuche ich meine und eventuell auch eure Erinnerungen an den letzten Part aufzufrischen.
Und diesmal wird es eine sehr subjektive Reise durch alle relevanten Spielszenen. Ich werde einfach Schritt für Schritt Episode 2 durchgehen und dabei meine persönlichen Eindrücke und Gedanken schildern.
Los geht’s!

Nach den Ereignissen des ersten Parts wachen wir zu Beginn der neuen Episode als Max Caulfield in unserem Zimmer auf. Wie schon zuvor, läuft auch hier wieder ein ruhiger Song. Passend zum Einstieg, auch wenn ich ihn wohl niemals in meiner eigenen Freizeit anhören würde.
Während Max ihr Zimmer erkundet und versucht wach zu werden, bekommen wir von unserer beeeesten Freundin Chloe den Befehl sich mit ihr in 40 Minuten zum Frühstück zu treffen.
Da die Zeit drängt, erkunde ich mit Max lieber weiter ihr Zimmer und stelle fest, dass sie sich seit dem Ende der letzten Episode tatsächlich mit ihrer neuen Fähigkeit beschäftigt und sowohl das Internet als auch Warren mit Fragen bombardiert hat. Schlaues Mädchen! Ist ja nicht immer so.
Nun denn, es ist Zeit für die erste große Aufgabe des Tages: Duschen!
Das gestaltet sich selbstverständlich schwerer, als es sich anhört. Max – die Introvertiertheit in Person – spricht natürlich mit all den Mädchen auf dem Weg zum Duschraum. Aber wir haben ja zum Glück ewige 40 Minuten Zeit – wird schon passen. Kaum erreichen wir den Ort der Reinheit und der Seife, begegnen wir der unglücklichen Kate, die uns dafür anklagt ihr am Vortag nicht geholfen zu haben, als David sie relativ barsch anging. Mit einem schlechten Gewissen und ihren Schlafsachen(!) betritt Max schließlich die Dusche und wir können begutachten, wie sie sich unter dem Wasser räkelt. Also wirklich nur das. Sie lässt Wasser auf sich laufen und dreht sich, während ihre Klamotten scheinbar zu ihren Füßen liegen. Allzu lange scheint die Dusche allerdings nicht zu dauern, denn Kate ist immer noch dabei sich die Zähne zu putzen, als ihre Intimfeindin Victoria mitsamt einer ihrer Sklavinnen den Raum betritt, um die arme Kate, die bisher nicht einmal ihren Mund ausspülen konnte, kräftig zu mobben und den Link zu dem scheinbar sehr peinlichen Video von Kates Fehltritt auf einer Party an einen Spiegel zu schreiben.
Nachdem die beiden den Baderaum wieder verlassen haben, zieht sich Max ohne sich abzutrocknen wieder an und kehrt mitsamt auf wundersame Weise trockener Klamotten in ihr Zimmer zurück. In den drei Minuten ihrer Abwesenheit scheint aber Nathan (Der Typ, der eigentlich Chloe erschossen hat) in ihr Zimmer eingebrochen zu sein und hat ein wenig Ordnung angerichtet und ihr eine subtile Drohung an die Wand geschrieben. Netter Kerl.

Unbeeindruckt davon, aber umgezogen, sucht Max kurz darauf Kates Zimmer auf, um ihr ein Buch zurückzubringen, dass sie sich von ihr ausgeliehen hatte.
Da unsere Protagonistin ja ein liebenswerter Mensch ist, fängt sie direkt damit an sich alle Gegenstände in Kates Raum anzusehen – während diese an ihrem Schreibtisch sitzt und sich wahrscheinlich fragt, ob sie nicht schon genug gelitten hat. Als Max stöbern wir in ihren Briefen und Mails und erfahren, dass auch ihre stark religiöse Familie von der ominösen Party und dem Video Wind bekommen haben und besonders ihre Mutter Kate deshalb aufs Schlimmste verurteilt.
Endlich kommen wir dazu Max zu befehlen mit Kate über deren Probleme zu sprechen. Wie es sich herausstellt, wurde sie auf der letzten Feier des ‚Vortex Clubs‘ unter Drogen gesetzt und hat mit einer ganzen Reihe an Leuten rumgemacht. Nathan, der Schmierfink, der unser Zimmer auf dem Gewissen hat, scheint der Drahtzieher dahinter gewesen zu sein. Im Anschluss fragt uns Kate, was sie tun soll: Nach Beweisen für Nathans Schuld suchen oder zur Polizei gehen und dort dieses ernste Problem schildern?
Ich habe mich für die zweite Option entschieden, denn HALLO?! Hier wurde jemand unter Drogen gesetzt und eventuell vergewaltigt – zumindest kann man diesen Eindruck aus Kates Schilderungen gewinnen.
Kate scheint uns dankbar zu sein und wir können nun endlich zu unserer Verabredung mit Chloe aufbrechen. Es sind bisher ja auch nur höchstens 15 Minuten vergangen.

Wir bewegen uns also langsam in Richtung Bushaltestelle. Langsam, weil Max noch mit 1,2,3,4,5… Leuten ein wenig Smalltalk hält. Hach, das Leben extrem introvertierter Menschen ist schon anstrengend – kenn ich selbst, hat aber andere Gründe. Bald sind wir auch schon im Bus und fahren zum Diner, das Chloes Mutter gehört. Deren blauhaarige Tochter schreibt uns – kaum, dass wir ausgestiegen sind – sie würde sich verspäten und wir sollen doch schon mal reingehen und uns einen netten Platz suchen. Anhand der bisherigen Erlebnisse des Tages würde ich zu gerne wissen, was Chloes Ausrede ist. Sie muss sich ja um locker drei Stunden verspäten.
Gut, dass Max aber ein so offener Mensch ist. Dadurch können wir noch alle Fremden vor und in dem Diner ansprechen und uns mit ihnen über mehr oder weniger wichtige Dinge unterhalten. Nachdem jeder Gast genervt ist und uns immer die gleichen Phrasen an den Kopf wirft, ist das blaue Wesen immer noch nicht da. Aber ihre Mutter, Joyce, stürmt sofort zu uns, als wir uns hinsetzen (vorher ignoriert sie und), um uns eine Tasse Kaffee einzuschenken. Nach ein wenig Smalltalk über ihren neuen Mann – David – und über die letzten Jahre allgemein kommt Chloe schließlich doch noch dazu.
Allerdings muss sie für ihr Verhalten in der letzten Zeit einen hohen Preis zahlen. Joyce brummt ihr die drakonische Strafe des „Du bekommst heute keinen Bacon!“ auf. Dagegen sind Kates Probleme ja ein Witz! Joyce scheint eine wirklich schreckliche Mutter zu sein und ich kann jetzt auch endlich nachvollziehen, dass Chloes Haare diese Erziehung nur ertragen können, wenn sie rund um die Uhr blau sind.

Nach einer kurzweiligen Unterhaltung lässt Joyce die beiden Mädchen allein zurück, um sich um ihre anderen Gäste kümmern zu können. Für Chloe ist das natürlich ein gefundenes Fressen (ohne Bacon! Thöhö!), da sie Max nun wieder bezüglich deren „Ha! Ich kann die Zeit zurück drehen und du nicht, N00b!“-Fähigkeit ausquetschen kann. Denn so ganz überzeugt scheint Chloe davon noch nicht zu sein und für uns als Spieler ist es endlich wieder eine Möglichkeit aktiver in das Geschehen einzugreifen und ein wenig Tempo und Dynamik in das Spiel zu bringen – denkt man zumindest.
Denn so viel man aus dieser Situation auch hätte machen können…hier ist es ein stumpfes und langwieriges Auswendiglernen von Gegenständen und Ereignissen.
Zunächst möchte Chloe uns testen, indem wir ihr sagen sollen, was sie in ihrer Tasche hat. Dafür müssen wir uns die Gegenstände zunächst angucken. Man merkt sich, dass sie Zigaretten, Kleingeld, ihren Schlüsselbund und einen Knollen für Falschparken dabei hat. Ok, das wird leicht – denkt man zumindest.
Denn es reicht Chloe nicht, dass wir wissen, was sie dabei hat. Nein! Sie fragt bei all diesen Gegenständen nach Details. Also merken wir uns die verschiedenen Eigenschaften wie z.B. die Anzahl der Zigaretten oder den Gesamtwert ihres Kleingelds. Aus diesem Grund dürfen wir also nochmal das gleiche Gespräch wie zuvor durchleben, uns aber total cool fühlen, dass wir ihre Fragen alle richtig beantworten können und sie damit ganz sicher überzeugt haben, dass sie uns unsere Fähigkeit abkauft – denkt man zumindest.
Nein, Chloe will noch mehr. Also geben wir ihr mehr und kündigen vollmundig an diverse Ereignisse, die in der nächsten Minute geschehen werden, „vorherzusagen“. Und das ist noch deutlich anstrengender weil zeitaufwändiger, als die Prüfung zuvor. Wir müssen uns in einem Durchgang alle möglichen Dinge merken, was im ersten Versuch natürlich nicht funktioniert. Also zurückspulen und in den richtigen Momenten auf den richtigen Gegenstand oder Menschen achten, über den wir Aussagen treffen müssen. Leider sind davon nicht alle ganz deutlich zu erkennen, sodass es gut und gerne passieren kann wieder nicht alles korrekt vorherzusagen. Und jepp, man darf sich immer und immer wieder die gleiche Szene ansehen, bis unsere Mrs. Cool, die uns auch noch nach jedem gesprochenen Satz von Max verarscht, endlich zufrieden ist und uns glaubt, dass wir die Zeit zurückdrehen können. Wow, das war spannend.

Immerhin will uns Chloe daraufhin zu ihrem Geheimversteck bringen, allerdings nicht ohne vorher nochmals zu zeigen, was für ein wundervoller Mensch sie ist: Während Chloe total gehyped ist und aufbrechen will, ruft Kate auf Max‘ Handy an. Unserer beeeeeeeesten blauhaarigen Freundin eveeeer missfällt es natürlich, dass wir es überhaupt in Erwägung ziehen den Anruf entgegen zu nehmen und das Spiel stellt uns dann tatsächlich vor die Wahl wie ein normaler Mensch den Hilferuf eines verzweifelten Freundes anzunehmen oder den Anruf einfach abzulehnen.
Da ich noch weiß, wie fertig Kate war, nehme ich ihren Anruf entgegen während Joyce in der Zwischenzeit anfängt mit ihrer Tochter zu diskutieren. Chloe will uns wie schon damals in ihrem Zimmer, als wir an ihrer Stelle zugegeben sollten Gras mit uns zu führen, ein schlechtes Gewissen machen, weil wir es uns anmaßen neben ihr noch andere soziale Kontakte zu haben. Max ist wirklich ein schrecklicher Mensch! Pfui!
Netterweise hat Chloe dann doch Erbarmen mit uns und bringt uns zu ihrem tollen Versteck….einer Müllhalde. Und da das liebe Mädchen ja die Waffe ihres Stiefvaters geklaut hat, möchte sie unbedingt ein wenig das Schießen üben und benötigt dafür leere Flaschen. Und jetzt ratet doch mal, wer diese ganz alleine suchen muss, während die Person, die diese Flaschen nutzen will es sich lieber mit einem jener Glasbehälter, gefüllt mit Bier, bequem macht. Yup, Fr. Introvertiert hat mal wieder eine neue Aufgabe. Also suchen wir den Schrottplatz ab und verschwenden mal wieder viel Zeit damit die zum Teil unglaublich seltsam versteckten Flaschen aufzutreiben. Zumindest erfährt man beim Graben durch den Müllberg, dass Chloe und die vermisste Rachel Amber wirklich beste Freundinnen waren und sich regelmäßig an diesem Ort trafen. Ist das ein Hinweis darauf, dass es endlich auch storytechnisch wieder weitergeht? Leider nicht.
Chloe will lieber auf möglichst coole Art und Weise die Flaschen zerschießen und missbraucht dafür wiedereinmal Max‘ Fähigkeiten. Selbstverständlich schießt sie sich durch einen Querschläger selbst an und wir dürfen sie ein weiteres Mal vor ihrem Tod retten.
Wenn Chloe in Episode 3 wieder angeschossen wird – darf man das dann als Running Gag bezeichnen?
Wie auch immer. Viel wichtiger ist es, dass Max wieder einmal Nasenbluten bekommt, wie es auch schon in Teil 1 der Fall war. Für jeden Spieler sollte eigentlich klar sein, dass es daran liegt, dass Max ihre Kräfte zu oft einsetzt. Und scheinbar hat sie es diesmal dermaßen übertrieben, dass sie in Ohnmacht fällt. Nur Chloe scheint das nicht zu verstehen. Sie ist kurz besorgt um Max, aber kaum ist unsere Protagonistin wieder bei Bewusstsein, wird ihr von Chloe die Knarre in die Hand gedrückt. Sie solle doch auch mal schießen. Querschläger machen nämlich Spaß – besonders in Kopfnähe.
Jetzt mal ganz ehrlich.
Gibt es da draußen in der weiten Welt des Internets echt Fans von Chloe? Diese sogenannte beste Freundin von Max kümmert sich einen Dreck darum, wie es ihr geht, macht ihr ein schlechtes Gewissen wann sie nur kann, erwartet, dass Max immer die Schuld auf sich nimmt und hat es schon bis dato zwei verdammte Male geschafft tödlich verletzt zu werden. Aber statt Max unendlich dankbar zu sein, macht sie lieber Späße auf ihre Kosten. Wow.

Genug gemeckert, denn die Episode ist noch nicht ganz vorbei.
Für die beiden Mädchen völlig überraschend wurde ihr Schusstraining doch tatsächlich von einem Menschen gehört. Sachen gibt’s…
Der werte Herr heißt Frank, war schon einmal in einem kurzen Ausschnitt zu sehen und ganz zufällig hat Chloe noch Schulden bei ihm.
Wundert mich, dass Klo-Ih nicht direkt von Max verlangt ihm gefälligst ohne Umschweife ihr ganzes Hab und Gut zu überreichen.
Als Frank Chloe dann mit einem Messer bedroht, zückt Max die Waffe und man hat nun die Wahl ob man die leere (was Max nicht weiß) Waffe abfeuern soll, oder nicht. Ich habe mich dazu entschieden es nicht zu tun und deswegen die Waffe an Frank abgeben müssen.
Wenn man jedoch schießt, dann behält man zwar die Waffe, doch Frank setzt Max auf seine ‚Todesliste‘.
Frank verlässt die beiden anschließend und Chloe ist natürlich wieder sauer auf Max, weil sie ihm die Waffe überlassen hat. Ja, böse Max! Chloe mal wieder retten! Geht mal gar nicht!
Aber netterweise erklärt sich Blauhaar dazu bereit uns zu erzählen, wieso sie sich mit Typen wie Frank abgibt. Viel Neues erfährt man nicht, aber die Tatsache, dass sich die beiden auf Eisenbahnschienen gesetzt haben um zu reden, lässt den Spieler schon erahnen was passiert.
Sie hören einen Zug, der sich nähert und wollen aufstehen. Leider hat es Chloe irgendwie geschafft, dass sich ihr Schuh in den Schienen verfängt und sich nicht daraus befreien lässt. Also darf Max wieder das Leben ihrer beeeeeesten Freundin retten. Was kann dieses Mädchen eigentlich? Sie scheint sogar zu blöd dafür zu sein ihren Schuh auszuziehen – das hätte das ganze Problem gelöst. Aber Schuhe sind wichtiger als das eigene Leben und Max, die eben erst kollabiert ist, kann ja eh in der Zeit zurückreisen. Yolo!
Glücklicherweise war das Chloes letzter Auftritt in dieser Episode und Max begibt zurück in die Schule.
Vor dem Klassenraum kann man Kate im Gespräch mit ihrem Lehrer Mr. Sexy Jefferson sehen an dessen Ende (das des Gesprächs, nicht das von Sexyson) sie weinend weg läuft und deswegen folglich auch nicht am Unterricht teilnimmt.
Die Unterrichtsstunde wird aber plötzlich unterbrochen, da in der Wohnanlage der Mädchen „was Krasses abgeht“. Wiedermal kann man sich denken um was es sich dabei handelt, doch diesmal kann die kommende Szene auch mich endlich mal wieder emotional mitnehmen.
Wie man es erwarten konnte geht es um Kate, die sich dazu entschieden hat ihrem Leben ein Ende zu setzen und vom Dach des Gebäudes zu springen. An sich nicht allzu dramatisch, mag man sich denken, da unsere Heldin ja die Zeit beeinflussen kann und somit Kate frühzeitig von ihrem Vorhaben abbringen wird. Doch so ganz unter Kontrolle hat Max diese Fähigkeit nicht mehr, da sie eine gewisse unsympathische Person schon mehrfach an diesem Tag retten musste.
Max kämpft sich unter größter Anstrengung auf das Dach hinauf, doch just in dem Moment, in dem sie oben ankommt verlässt sie der letzte Rest ihrer Kräfte und es liegt an uns die gute Kate davor zu bewahren sich das Leben zu nehmen – ohne die Chance einen Fehler wieder auszumerzen. In der folgenden Szene muss man sich an all die Gegenstände wie Briefe und Fotos aus Kates Zimmer erinnern, um ihr klarzumachen, dass es viele Leute gibt, die sie vermissen würden und dass sie nicht allein auf dieser Welt ist. Es ist durchaus möglich Kate zu retten, aber mir ist es nicht gelungen.
Allerdings lag es an einem falschen Bibelzitat – spricht das jetzt für oder gegen mich?

So oder so ist das die erste Stelle des Spiels für mich, an der ich wirklich mitgefiebert und krampfhaft überlegt habe, wie man die Situation retten kann. Und ich war verdammt enttäuscht, als ich keinen Erfolg dabei hatte.
Danach gibt es einen kleinen Zeitsprung und man sitzt im Büro des Direktors, wo man einen der anderen drei Anwesenden dafür anklagen muss Schuld an Kates Selbstmord zu haben. Unsere Kandidaten sind Mr. Jefferson, den ich zwar nicht allzu sehr mag, der aber nicht wirklich dazu beigetragen hat, dass Kate einen solch heftigen Schritt wählt, sondern wohl „nur“der Tropfen war, der das Fass zum Überlaufen brachte als er sagte, dass er ihr nicht helfen könne.
Dann natürlich David, der ihr zwar ordentlich nachgestellt und sie angeschrien hat, zu dem ich aber in dieser Episode durchaus eine Sympathie entwickeln konnte, da er scheinbar ein verstecktes, aber gutes Herz hat.
Und schließlich Kandidat Nummer drei und die Person, die ich (und 95% der anderen Spieler) auch gewählt habe: Nathan Prescott.
Dieser wurde daraufhin von der Schule suspendiert und hat uns Rache geschworen. Da er aber schon zuvor offen mit uns verfeindet war, macht das jetzt auch nichts mehr.
Im Abspann sehen wir, wie sich Max und Warren etwas annähern und dabei Zeuge von einer Mondfinsternis werden, die eigentlich nicht stattfinden sollte. Wieder endet eine Episode also mit einem unerwarteten Naturschauspiel, das den großen Sturm aus Max‘ Tagträumen ankündigt.
Als finales Bild bekommt man den Arbeitsraum einer Person gezeigt, die gerade einen Ordner mit Kates Namen und Photo bearbeitet und diesen zu ein paar weiteren Ordnern stellt. Einer von diesen trägt Rachels Namen. Netter Cliffhanger.
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Tja, was für ein Fazit werde ich jetzt wohl ziehen?
Ich verstehe dieses Spiel einfach nicht. Die ganzen Widersprüche, das Verhalten mancher Charaktere und den ganzen Hype allgemein.
Ich finde das Spiel nicht mal so schlecht, wie man es nach diesem Text vielleicht erwarten könnte, eben darum werde ich auch zeitnah die dritte Episode starten, aber es fehlt mir noch viel zu viel um mich richtig hieran zu fesseln.
Wir haben jetzt 2 von 5 Episoden beendet, was bedeutet, dass wir schon kurz vor der Hälfte des Spiels stehen und hinsichtlich der Hauptstory hat man bisher so gut wie NICHTS erfahren. Rachel Ambers Verschwinden wird immer mal wieder erwähnt, aber niemand geht genau darauf ein. Der Cliffhanger am Ende zeigt zwar, dass es zwischen ihrem Verschwinden und Kates Tod einen Zusammenhang gibt, liefert aber kaum Hinweise um irgendwelche Vermutungen aufzustellen.
Genau so verhält es sich mit dem Sturm, den wir immer wieder kurz miterleben, wenn Max ihr Bewusstsein verliert oder vollkommen abdriftet. Wieso wird sich immer nur am Ende der Episode und dann auch nur ganz kurz mit diesen Sachen befasst? Es wird Spannung am Ende von Teil 1 aufgebaut und die nächste Episode fängt an einem völlig anderen Punkt an. Dazu kommen dann noch solche Zeitfresser wie die Szenen im Diner oder auf dem Schrottplatz, die weder fordernd sind, noch spannend für die weitere Entwicklung der Geschichte. Wieso wird die Hälfte der sowieso nicht allzu lange Episode damit verschwendet, statt sich mehr auf die Charaktere zu konzentrieren?
Ich mag es an sich durch die Gegend zu laufen, diverse Leute anzusprechen und zu schauen, wie sie auf bestimmte Antworten reagieren. Nur frage ich mich dann gleichzeitig wieso man ausgerechnet Max als Hauptperson genommen hat. Das Spiel will einem erzählen, dass Max ein unsicheres, schüchternes und zurückgezogenes Mädchen ist, kaum soziale Fähigkeiten besitzt aber dann mit wirklich JEDEM Charakter problemlos über Gott und die Welt reden kann.
Man könnte die Protagonistin schon als Sinnbild des gesamten Spiels nehmen: Gute Ideen und Ansätze, die aber alle entweder nicht komplett durchdacht wurden oder sich auf eine enttäuschend vorhersehbare Art weiterentwickeln.
Fast alle Charaktere sind so unfassbar stereotypisch geschrieben, dass es schon fast wehtut und es mir persönlich extrem schwer macht eine gewisse Bindung zu ihnen aufzubauen. Man sieht sofort wen man mögen und wen man hassen soll. Bisher interessiert mich eigentlich nur David, da dieser als einzige Figur soweit mehr als einen neuen Charakterzug gezeigt hat.
Zumal es unglaubwürdig werden würde, wenn sich Charaktere wie Nathan plötzlich um 180° drehen, ihre Fehler einsehen und geschätzte Verbündete werden.
Und wer zur Hölle ist bitte für Chloe verantwortlich? Die Art wie sie mit Max umgeht ist echt nicht zu fassen – habe ich ja schon im Text oben erwähnt. Ja, sie mag verletzt gewesen sein, dass Max umgezogen ist (was sicher nicht sie zu verantworten hatte), kurz nachdem sie ihren Vater verloren hat, aber wieso zickt sie wirklich bei jeder Kleinigkeit rum, wenn Max ihr nicht aufs Wort gehorcht und mal nicht ihren Kopf für sie hinhält?
Man könnte sogar so weit gehen, dass man Chloe die finale Schuld an Kates Tod gibt, da Max nur wegen ihrer Blödheit keine Kraft mehr dafür hatte Kate zu retten.
Da wir schon bei dieser Szene angekommen sind:
Leider hat mir der Abschluss der Episode gefallen. Leider, weil es exakt das ist, was ich schon befürchtet hatte, als ich damals mit Episode 1 begonnen habe.
Es lässt sich schwer Spannung aufbauen, wenn man jederzeit Fehler abstellen kann und so alle Zeit der Welt hat sich für einen Weg zu entscheiden. So entsteht kein Druck, kein Nervenkitzel. Man kann nur die Neugier danach befriedigen zu sehen, welche Entscheidung die besseren Folgen hat. Wobei Max eine Meisterin darin ist, all ihre Entscheidungen schlecht zu reden.
Deshalb erhoffe ich mir für Episode 3 deutlich häufiger solche Situationen, in denen man ohne eine zweite Chance zu haben eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss. Und wenn es dann auch endlich mehr Story zu den beiden Hauptprobleme gibt, dann habe ich auch durchaus Hoffnung, mich mit dem Spiel zu versöhnen und kann den beiden ausstehenden Episoden zuversichtlich entgegenblicken.
Ich hoffe ein paar Leute haben diesen Text gelesen und auch Spaß daran gehabt.
Egal ob ihr mir zustimmt oder eine völlig andere Ansicht habt – lasst mir eure Meinung in den Kommentaren da.
Ich freue mich über jede Rückmeldung!
– Try
Life is Strange – Episode 1: Chrysalis
Und zu was bietet es sich momentan besser an was zu schreiben, wenn nicht zur ersten Episode von „Life is Strange“?
Der erste von insgesamt fünf Teilen des komplett in Englisch gehaltenen Spiels von „Dontnod“ ist am 30.01.2015 erschienen und wurde natürlich – wie jedes „besondere“ Spiel heutzutage – sofort hochgehyped.
Aber geschah das auch zurecht?
Ich schreibe einfach mal meine Eindrücke auf und ihr könnt gerne darauf eingehen oder euch euer eigenes Bild machen.
–
Falls sich jemand fragt, was für ein Spiel Life is Strange ist, kann man zum Vergleich wohl am Ehesten die „The Walking Dead“-Spiele von Telltale Games heranziehen.
Man steuert die Protagonistin Maxine „Max“ Caulfield aus der Third-Person-Ansicht, kann mit diversen Gegenständen interagieren und sich mit den Personen im Umfeld unterhalten, wobei man mehrere Dialogoptionen vorgesetzt bekommt und somit selbst entscheiden kann, ob man dem Gesprächspartner gegenüber freundlich oder abweisend handelt.
Allerdings sind diese Entscheidungen nicht bindend, denn Max hat eine Fähigkeit, die so manch einer von uns sicher auch gerne hätte.
Aber dazu später – jetzt wird erst mal auf die Story eingegangen.

Max ist 18 Jahre alt und besessen von ihrer Kamera, mit der sie nonstop versucht möglichst schöne Fotos (oder Selfies) zu schießen. Aus diesem Grund (und ihrem Lehrer) zieht sie nach fünf Jahren aus Seattle zurück in ihren Heimatort Arcadia Bay, wo sie von nun an die Blackwood Academy besucht um alle Tricks und geschichtlichen Hintergründe der Photographie zu erfahren.
Das Spiel allerdings startet in einem Art Wald.
Um uns herum tobt ein Sturm und wir bahnen uns unseren Weg zu einem Leuchtturm, der freundlicherweise an einem Kliff steht. Selbstverständlich fällt er in sich zusammen, stürzt auf uns hernieder und…plötzlich findet man sich in einem Klassenzimmer wieder.
Max ist verwirrt, da dieser Tagtraum sich für sie deutlich realer als der typische Standarttraum angefühlt hat und versucht sich erst mal zu sammeln. Dazu prüft sie ihren Tisch, auf dem diverse Dinge liegen, die wir uns nach Belieben anschauen können. Allerdings drängt sie uns relativ schnell dazu unbedingt ihre Kamera zu nehmen um ein Selfie zu schießen, damit sie sich beweisen kann, dass sie noch da ist. Ja. Genau. Während des Unterrichts.
Der sexy Mr. Jefferson, auf den JEDES Mädchen der Schule steht, nimmt es unserer Protagonistin aber nicht zu übel, sondern stellt ihr eine Frage nach dem Ursprung der Selfies. Da Max scheinbar genau so viel gelernt hat, wie ich zu meiner Schulzeit, weiß sie leider nichts darüber, aber dafür gibt es ja die superreiche, fiese Streberin, die uns augenscheinlich nicht leiden kann und Max direkt einen blöden Spruch reindrückt, nachdem sie von Mr. Sexyson gelobt wurde.
Übrigens: Keine Sorge, ich erzähle euch jetzt nicht die ganze Geschichte. Ihr versteht gleich, weshalb ich eure Augen mit so vielen Buchstaben belastet habe.

Die Unterrichtsstunde endet und wir können uns endlich frei bewegen. Max gibt zu vielen Dingen Kommentare ab, kann mit ein paar Personen interagieren und möchte dann dringend die Toilette aufsuchen, um sich Wasser ins Gesicht zu werfen (nicht aus der Kloschüssel, Max!).
Auf dem Weg dorthin begegnet man vielen Vermisstenpostern einer Schülerin und nebenbei einer großen Anzahl an Mitschülern, die uns zwar alle ignorieren, aber scheinbar kennt Max jeden von ihnen und beschreibt uns in einem inneren Monolog deren Charakterzüge. Auch steigt an dieser Stelle die Musik ein, die an sich wirklich passend zu den jeweiligen Situationen ist. Wobei ich bisher nicht verstanden hab, weshalb sanfte Melodien von einer Akustik-Gitarre als „Punk“ bezeichnet werden. Scheinbare höre ich also richtig heftigen Death-Metalcore. Was man nicht alles lernt.
Jetzt aber schnell aufs Klo!
Denn hier passiert etwas Magisches – und das klingt in diesem Zusammenhang unglaublich falsch..
Während Max mit nassem Gesicht beschäftigt ist einen blauen Schmetterling auf einem Eimer zu fotografieren, stürmen ein Junge (reicher Schüler, dessen Eltern die Schule zu großen Teilen finanzieren) und ein blauhaariges Mädchen (hört gerne harten Kuschel-Akustik-Punk) hinein und streiten sich wegen Drogen und anderen typischen Teenagerproblemen. Plötzlich zückt der Junge eine Waffe, feuert sie versehentlich ab und bringt das Mädchen um. Max schreit auf, streckt ihre Hand nach vorne und schießt Spinnenweben…moment…und spult damit die Zeit zurück, bis zu der Stelle an der sie im Klassenraum aufwacht.
Meine Damen und Herren, dies ist die Besonderheit an Life is Strange: Max kann Selfies machen UND die Zeit manipulieren. Beneidenswert.
Die werte Maxine ist nun natürlich völlig verwirrt und zweifelt an ihrem Geisteszustand, doch als sie bemerkt, dass sich wirklich wieder alles wiederholt, nimmt sie sich vor das Mädchen vor ihrem sicheren Tod zu retten.

Kommen wir also zum eigentlichen Spiel und dem Grund, weshalb ich so viel über die Szene im Klassenzimmer geschrieben habe.
Max macht wieder ihr Selfie und wird daraufhin auch wieder von ihrem Lehrer gefragt, woher dessen Ursprung ist. Nun, da sie ihre Erinnerungen an die Zukunft (lol) behält, kann sie diesmal die richtige Antwort geben, weshalb die reiche Streberin jetzt erst recht sauer auf uns ist.
Und so können wir in der Folge diverse Dialoge zurückspulen und immer die passenden Dinge zu den Personen sagen.
Zurück zum Klo.
Hier retten wir das Mädchen, indem wir den Feueralarm mit einem Hammer auslösen. Und diese Szene war es, die mich unsicher bezüglich des Spannungsgrads des Spiel gemacht hat. Man sucht fieberhaft nach einer Lösung, entdeckt sie, will gerade den Alarm auslösen, doch da ertönt wieder der tödliche Schuss. In diesem Moment wird einem plötzlich klar, dass man überhaupt nichts überstürzen muss, da man die Zeit völlig ohne Einschränkungen zurückspulen kann. Also hört man der Blauhaarigen noch zehn Mal beim Sterben zu, bis sie schließlich doch gerettet ist.
Byebye, Spanunng. Oder?
Denn beim Verlassen des Mädchenklos werden wir erst von einem Sicherheitsmann angeschnauzt, aber direkt vom Direktor wieder aus dessen Klauen befreit. Dem Leiter der Schule fällt sofort auf wie aufgewühlt wir sind und er fragt uns, was denn mit uns los sei. Dies ist die erste von vielen Entscheidungen, die sich auf die Story und/oder Spielwelt auswirken.
Wir können aussuchen, ob wir ihm die Wahrheit sagen und den reichen Gelbgebersohn verpfeifen oder es verschweigen und Übelkeit vorschieben. Wenn uns die Reaktion auf die eine Antwort nicht gefällt, spulen wir einfach die Zeit zurück und schauen uns an, was bei der anderen herauskommt. Leider macht einem das Spiel an solchen Stellen recht deutlich, welcher Weg für uns besser wäre. Die Tatsache, dass man absolut kein Zeitlimit für die Dialoge vorgesetzt bekommt nimmt auch das Gefühl schnell handeln zu müssen (wie aus der TWD-Reihe bekannt) vollkommen aus dem Spiel. Tjaja, die Nachteile der Zeitmanipulation.
Trotzdem wird es spannend zu sehen, wie sich unsere Wahlen in den kommenden Episoden auswirken, da selbst scheinbar zufällig geschossene Fotos manche Charaktere beeinflussen können.
Damit sollte jetzt jeder einen groben Überblick darüber haben, wie das Spiel abläuft.
Man läuft die Areale ab, untersucht Gegenstände, redet mit Personen, beeinflusst die Zeit um an Infos zu gelangen und sich oder andere zu retten.
–
Wie bewerte ich jetzt also den Einstieg in das von Square Enix gepublishte Spiel?
Ehrlich gesagt tue ich mich da verdammt schwer, denn es gibt sehr viele gute Ansätze, die aber einfach nicht richtig ineinander greifen.
Storymäßig kratzt die erste Episode leider nur an der Oberfläche. Es gibt ein verschwundenes Mädchen, das jeder mochte, den Tagtraum und das Wiedersehen mit Max‘ alter Kindheitsfreundin Chloe.
Für mich tun sich einfach zu viele Widersprüche auf.
Dass diese Freundin das blauhaarige Mädchen ist, konnte man ja schon in den Trailern erkennen. Ich kann es verzeihen, dass Max sie nicht sofort erkennt, da sie sich in ihrer 5-jährigen Abwesenheit ziemlich verändert hat. Was gar nicht in meinem Kopf geht, ist die Art, wie sie darauf reagiert, als sie Chloes Stiefvater auf Bildern sieht. Sie sagt in etwa sowas wie: „Oh, Chloes Stiefvater scheint ein Sicherheitsmann an meiner Schule zu sein.“ Verdammt nochmal, du hattest ZWEI Begegnungen mit ihm. Du KENNST ihn! Argh!
Auch die Tatsache, dass Max angeblich vollkommen introvertiert ist und kaum Freunde hat und nicht weiß, wie sie mit Leuten reden soll, dann aber wirklich jeden einzelnen Schüler kennt, mit ihnen problemlos minutenlang Smalltalk führt…hm..
Ich bin wirklich gespannt, wie die zweite Episode ablaufen wird, ob die Entwickler es hinbekommen mehr Spannung in das Spiel zu bringen, Situationen zu erschaffen, die man nicht mittels Zeitmanipulation ganz leicht entschärfen kann. Denn so nett diese Spielerei ist, fünf Episoden lang kann man das nicht so durchziehen.
Die Story sollte im nächsten Teil auch dringend Fahrt aufnehmen, zumal am Ende von Part eins ja zumindest ein kleiner Cliffhanger eingebaut wurde.
Die Synchro passt, die Musik passt, die Charaktere sehen soweit ganz ordentlich aus und es gibt viel zu entdecken. Hoffnung besteht auf jeden Fall.
Unterm Strich kann ich wohl sagen, dass ich mich zwar auf den nächsten Teil, der Mitte März erscheinen soll, freue, aber nicht drauf hin fiebere. Das Spiel ist soweit ok, ich hab es gerne gespielt, war aber ein wenig davon enttäuscht, wie wenig wirklich in dieser Episode passiert ist.
Wieso so viele Leute das Spiel nach dieser Episode hochjubeln, kann ich kein Stück verstehen, aber das ist heutzutage ja leider zum Normalzustand geworden.

Unabhängig davon hoffe ich, dass euch mein erster Eintrag gefallen hat. Ich selbst habe zumindest wieder gemerkt wie viel Spaß mir das Schreiben machen kann.
Bis demnächst!
– Try
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